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Stadtratswahlen Schaffhausen 2016, Katrin Bernath, Grünliberale
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«Ener­gie­stadt Gold» Schaff­hau­sen

Die Stadt Schaff­hau­sen erhält zum fünf­ten Mal in Fol­ge das Gold­la­bel des European Ener­gy Award. Als ers­te Ener­gie­stadt Euro­pas hat die Stadt Schaff­hau­sen eine Pio­nier­rol­le über­nom­men. Im Energiestadt-Prozess wird alle vier Jah­re über­prüft, wel­che Fort­schrit­te die Stadt erreicht hat und wel­che wei­te­ren Mass­nah­men für eine effi­zi­en­te Ener­gie­nut­zung und eine nach­hal­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung ange­zeigt sind.

Das Label Ener­gie­stadt GOLD ist die höchs­te Aus­zeich­nung für Städ­te und Gemein­den, die sich kon­ti­nu­ier­lich für eine effi­zi­en­te Nut­zung von Ener­gie, erneu­er­ba­re Ener­gi­en und Kli­ma­schutz enga­gie­ren und beson­ders hohe Anfor­de­run­gen erfül­len. Die Stadt Schaff­hau­sen wur­de bereits in den 1990er-Jahren als ers­te Ener­gie­stadt aus­ge­zeich­net und erhielt 2004 erst­mals das Gold-Label.

Im alle vier Jah­re statt­fin­den­den Reau­dit hat Schaff­hau­sen mit 82.2 Pro­zent der mög­li­chen Punk­te nun zum fünf­ten Mal erfolg­reich abge­schlos­sen. Die­se inter­na­tio­na­le Aner­ken­nung ist eine wich­ti­ge Aus­zeich­nung für das Enga­ge­ment hin­sicht­lich einer nach­hal­ti­gen Energie- und Umwelt­po­li­tik. Das Reau­dit dient auch dazu, Poten­zia­le für wei­te­re Ver­bes­se­run­gen auf­zu­zei­gen. Alle vier Jah­re wird Bilanz gezo­gen und ein Akti­vi­tä­ten­pro­gramm für die fol­gen­den vier Jah­re fest­ge­legt. So sichert der Energiestadt-Prozess die kon­ti­nu­ier­li­che Umset­zung von energie- und kli­ma­po­li­ti­schen Mass­nah­men.

Erfol­ge der letz­ten vier Jah­re
Zu den bedeu­ten­den in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren umge­setz­ten Mass­nah­men zählt der Ener­gie­richt­plan. Er zeigt der Ein­woh­ner­schaft, wel­cher Ener­gie­trä­ger an ihrem Wohn­ort sinn­voll und zweck­mäs­sig ist und ob ein Wär­me­ver­bund in Fra­ge kom­men könn­te. Um die Umset­zung des Ener­gie­richt­plans vor­an­zu­trei­ben und auch die Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner bei der Sanie­rung ihres Gebäu­des zu unter­stüt­zen, wur­de das städ­ti­sche und kan­to­na­le För­der­pro­gramm Ener­gie ange­passt und ergänzt. So kön­nen mehr finan­zi­el­le Mit­tel für ener­ge­ti­sche Sanie­run­gen und Anschlüs­se an Wär­me­net­ze bereit­ge­stellt wer­den. Mit der «Richt­li­nie Ener­gie und Bau­öko­lo­gie» hat der Stadt­rat die Vor­bild­funk­ti­on der Stadt gestärkt, indem bestehen­de Stan­dards für eine ener­gie­ef­fi­zi­en­te und öko­lo­gi­sche Bau­wei­se zusam­men­ge­führt und nach­voll­zieh­bar auf­be­rei­tet wur­den. Ein wich­ti­ger Schritt für eine ener­gie­ef­fi­zi­en­te und umwelt­freund­li­che Mobi­li­tät wur­de mit dem Ent­scheid zum Ersatz der die­sel­be­trie­be­nen Bus­se der VBSH durch bat­te­rie­be­trie­be­ne Elektro-Busse gemacht. Auch die öko­lo­gi­sche und kli­ma­freund­li­che Bewirt­schaf­tung der Grün- und Frei­flä­chen und Inves­ti­tio­nen von SH POWER in erneu­er­ba­re Ener­gie­er­zeu­gungs­an­la­gen haben zu die­sem sehr guten Ergeb­nis bei­getra­gen.

Künf­ti­ge Mass­nah­men
Zusam­men mit einer Rei­he wei­te­rer Schwei­zer Städ­te und Gemein­den hat die Stadt Schaff­hau­sen im Früh­jahr 2020 die «Klima- und Energie-Charta» unter­zeich­net. Damit wur­de der Wil­len bekräf­tigt, im Rah­men der eige­nen Mög­lich­kei­ten Mass­nah­men für einen wir­kungs­vol­len Kli­ma­schutz umzu­set­zen und den als Ener­gie­stadt ein­ge­schla­ge­nen Weg fort­zu­set­zen. Für die nächs­ten vier Jah­re hat die Stadt Schaff­hau­sen wei­te­re Akti­vi­tä­ten geplant. So soll eine Kli­ma­stra­te­gie erar­bei­tet wer­den, die die über­ge­ord­ne­ten Ziel­vor­ga­ben kon­kre­ti­siert und Mass­nah­men zum Kli­ma­schutz und zur Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del auf­zeigt. Die wich­tigs­ten Hebel zur Reduk­ti­on der Treib­haus­ga­se sind in den Berei­chen Ver­kehr, Wär­me und Elek­tri­zi­tät. Mit fort­lau­fen­den Ver­bes­se­run­gen in die­sen Berei­chen möch­te die Stadt Schaff­hau­sen auch im Jahr 2024 wie­der das Gold­la­bel errei­chen. Im Fokus ste­hen dabei Ver­bes­se­run­gen für den Fuss- und Velover­kehr sowie der Aus­bau der öffent­li­chen und pri­va­ten Lad­ein­fra­struk­tur für Elek­tro­fahr­zeu­ge. Auch im Bereich Wär­me sind die Poten­zia­le sehr hoch. Um künf­tig auf Erd­öl und Erd­gas ver­zich­ten zu kön­nen, ist es uner­läss­lich, erneu­er­ba­re Wär­me­quel­len gemäss dem Ener­gie­richt­plan zu erschlies­sen und wei­te­re Wär­me­net­ze umzu­set­zen. Die stadt­ei­ge­nen Gebäu­de wer­den auch in den kom­men­den Jah­ren auf Schwach­stel­len in der Wär­me­däm­mung und Ener­gie­ver­sor­gung unter­sucht, die mit geeig­ne­ten Sanie­rungs­mass­nah­men bei Gebäu­de­hül­len und tech­ni­schen Anla­gen beho­ben wer­den.

Die fort­lau­fen­de Sen­si­bi­li­sie­rung und die Umset­zung von Pro­jek­ten für eine umwelt- und kli­ma­ver­träg­li­che Stadt erfolgt im Aus­tausch mit den Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern, um auch für die nächs­ten Genera­tio­nen eine hohe Lebens­qua­li­tät zu erhal­ten.

Medi­en­mit­tei­lung Stadt Schaff­hau­sen

Ener­gie­stadt: Pro­gramm von Ener­gie­Schweiz